Erstellt am 23. April 2014, 09:56

von Michaela Grabner

Ein schwieriger Balanceakt. Michaela Grabner über verärgerte Fischer und Fischotter.

Kleine Nager sorgen derzeit in Oberpetersdorf für großen Ärger. Die örtlichen Fischer sind in Aufruhr, denn die Fischteiche sind leer. Grund dafür sind laut den Fischern die Fischotter.

Diese fühlen sich berechtigter Weise „beraubt“. Auf der anderen Seite ist es klar, dass die Fischotter zum Überleben fressen müssen und sie bedienen sich eben dort, wo es für sie gerade am besten passt und nicht in den Gewässern, wo es den Menschen am besten passen würde. So sind die Fischotter aus der Sicht der von ihrem Hunger betroffenen Fischer eine echte Plage. Naturschützer hingegen sprechen oft von bedrohten Tieren.

Wie es um den Bestand in der Region und im Burgenland tatsächlich aussieht, soll nun eine Erhebung der Population ergeben, die vom Land in Auftrag gegeben wurde. Von dieser möchte man dann auch zusammen mit dem Naturschutz weitere Maßnahmen ableiten. Die momentane Situation in Oberpetersdorf zeigt in jedem Fall, wie wichtig es ist, dass es in der Natur ein Gleichgewicht gibt. Und dieses zu erreichen und dann zu halten, ist gerade der schwierige Balanceakt, den es zu bewältigen gilt.