Erstellt am 07. Oktober 2015, 08:07

von Michaela Grabner

Ein Verlust in vielerlei Hinsicht. Michaela Grabner über die weitreichenden Folgen der Tat eines Tierhassers.

Wie kann man einem Kind so etwas antun? Diese berechtigte Frage stellt sich jene Mutter der dreijährigen Annalena aus Oberpetersdorf, deren Therapiehund vergiftet wurde. Aus welchem Grund ist der Familie unerklärlich, weil es nie auch nur eine Beschwerde über die Hündin gegeben hatte.

Dennoch ist Hündin Fiona offenbar an Rattengift elend zugrunde gegangen, das jemand über den Zaun in den Garten geworfen hat. An mögliche andere Konsequenzen hat dieser jemand wohl nicht gedacht.

Es hätte auch leicht passieren können, dass Annalena das Gift erwischt hätte, schließlich waren sie und Fiona stets Seite an Seite unterwegs. Fiona war nämlich in eineinhalb Jahren dazu ausgebildet worden, frühzeitig eine Unter- oder Überzuckerung bei Annalena zu erkennen, die Diabetikerin ist.

Mit der Hündin haben das Kind und ihre Eltern eine wertvolle Hilfe für den täglichen Umgang mit der Krankheit verloren. Einen neuen Therapiehund auszubilden, kostet viel Zeit und Geld. Der materielle Verlust ist aber nichts im Vergleich mit dem schmerzlichen Verlust eines kleinen Mädchens, das seine „vierbeinige“ Freundin auf grausame Weise verloren hat.