Erstellt am 21. November 2012, 00:00

Eine Hinrunde zum Einrahmen. Christian Pöltl über Gründe der verblüffend starken Leistung des SV Draßmarkts. Forchtensteins Erfolgszug in der 2.Liga Mitte erfuhr zurecht große Würdigung, wobei er in diesem Maß an Souveränität zwar besticht, so überraschend dennoch nicht kam.

Forchtensteins Erfolgszug in der 2.Liga Mitte erfuhr zurecht große Würdigung, wobei er in diesem Maß an Souveränität zwar besticht, so überraschend dennoch nicht kam. Die wohl größere Sensation stellte dahingehend wohl sogar der SV Draßmarkt dar. Die Bleyer-Truppe, als Abstiegskandidat in die Saison gestartet, entpuppte sich im Laufe der Hinrunde als höchst unangenehmer Gegner. Mit einer großen Portion an Mut, Kampfgeist und druckvollem Offensivspiel bekam die Entwicklung dieser jungen, aus einer Vielzahl an einheimischen „No-Names“ bestehenden Draßmarkter Mannschaft eine gewisse Eigendynamik.

Die Verletzung des als Führungsspieler verpflichteten Christian Voit tat den jungen Draßmarktern demzufolge vielleicht sogar ganz gut. So mussten die Einheimischen unter der Regie von Abwehrboss Nevzat Cekic, der aus dem starken Kollektiv nochmals herausgehoben werden müsse, die Bürde der Verantwortung auf mehreren Schultern verteilen, und so machte die Truppe von Matthias Bleyer auch das Fehlen eines Mittelfeldregisseurs im altbewährten Sinne durch Zweikampfstärke, Dynamik und kollektive Geschlossenheit wett. Für Draßmarkt eine Hinrunde zum Einrahmen. Man darf gespannt sein, ob das hohe Level auch weiter gehalten werden kann.

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