Erstellt am 22. August 2012, 00:00

Einfach typisch österreichisch!. Ganz Österreich diskutiert nach der Olympia-Blamage zurzeit über Änderungen im Sportsystem. Mehr Turnstunden im Unterricht sollen die heilsbringende Lösung sein. Vielleicht kann man sich (Vorsicht, Ironie!) aber auch eine Scheibe beim heimischen Fußball

Ganz Österreich diskutiert nach der Olympia-Blamage zurzeit über Änderungen im Sportsystem. Mehr Turnstunden im Unterricht sollen die heilsbringende Lösung sein. Vielleicht kann man sich (Vorsicht, Ironie!) aber auch eine Scheibe beim heimischen Fußball abschneiden, hier wird in der Regelkunde wahrlich Großes geleistet. Kann darauf gar der Aufschwung im A-Nationalteam zurückgeführt werden? Hätte man die höher gehandelten Türken wohl besiegt, wären die Tapestreifen, die sich Kicker im Amateurfußball gerne auf die Stutzen kleben, um so die sicherheitsnotwendigen Schienbeinschützer zu befestigen, nicht exakt zwei Finger breit?

Neuerdings muss besagtes Tape sogar in gleicher Farbe wie die Stutzen erstrahlen, darauf wurden die Vereine ausdrücklich hingewiesen, darauf achten auch die Schiedsrichter penibel genau. Ablenkungsgefahr des Gegners sei der einleuchtende Grund dafür. Was kommt also als Nächstes? Farblich passende Schuhe, ein introvertierter Haarschnitt? Was stört einen Spieler beim Ausüben des beliebten Ballsports wohl am meisten? Am ehesten wohl noch der Gegenspieler per se. Es bleibt abzuwarten, ob man auch dagegen eine sinnfreie Regel findet. Zusammengefasst ist die Befassung mit solchen Belanglosigkeiten nur eines: typisch österreichisch.

ta.zvb@retnip.m