Erstellt am 09. Juli 2014, 07:01

von Michaela Grabner

Entscheidend ist, wo man spart. Michaela Grabner über die Proteste gegen die geplanten Schulleiter-Zusammenlegungen.

Nicht im Klassenzimmer bei den Schülern, sondern in der Verwaltung zu sparen war die durchaus hehre Idee, die hinter den geplanten Schulleiterzusammenlegungen steht.

Wie die BVZ berichtete, sollen im kommendes Schuljahr alleine im Bezirk acht Direktorenposten eingespart werden, indem ein Schulleiter für zwei oder drei Schulen eingesetzt wird. Allerdings stößt die geplante Maßnahme nicht überall auf Gegenliebe und zwar bei denen, die in den Klasenzimmern sitzen beziehungsweise deren Eltern.

In mehreren Orten des Landes regen sich Proteste. Unter anderem haben in Piringsdorf Eltern und Gemeinde ihrem Ärger Luft gemacht. So hat der Bürgermeister im Namen der Gemeinde einen Brief an den Landesschulrat geschickt, in dem er appelliert, die derzeit mehr als nicht zufriedenstellende Situation neu zu überarbeiten. Der Elternverein forderte in einem weiteren Brief einen runden Tisch mit Landesschulrat und der politischen Landesspitze.

Vom „Sparefroh“ ist im Bildungsbereich nie die Rede – egal ob aus Sicht der Behörde, der Politik oder der Betroffenen. Im vorliegenden Fall wird aber für viele Eltern an der falschen Stelle gespart.