Erstellt am 25. November 2015, 10:51

von Michaela Grabner

Erlesene Chancen für Kinder. Michaela Grabner über ein neues Projekt des Roten Kreuz.

Laut einer internationalen Studie, – Progress in International Reading Literacy Study –  sind 20 Prozent der Schüler, die eine vierte Klasse Volksschule in Österreich besuchen, leseschwach. Genau hier setzt ein neues Projekt des Roten Kreuz Oberpullendorf an.

Man hat ehrenamtliche Lesepaten gesucht und gefunden, die vorerst an elf Schulen mit leseschwachen Kindern üben, um deren Lesekompetenz zu verbessern. Lesen ist nicht nur eine Form der Entspannung, weil man in andere Welten eintaucht, oder eine Möglichkeit, Neues und Interessantes zu erfahren und dazuzulernen, sondern eine grundlegende Technik, um den Alltag zu meistern – egal ob in Beruf oder Freizeit, zu Hause oder unterwegs. Wer nicht sinnerfassend lesen kann, kann auch keine Gebrauchsanweisung verstehen, keinen Fahrplan entziffern, keinem Wegweiser folgen oder am Computer arbeiten, denn auch durchs Internet kann man sich nur lesend bewegen. Wenn es um Bildung geht, wird immer wieder von Chancengleichheit gesprochen. Dazu braucht es ein Basiswerkzeug, zu dem Lesen unbedingt dazugehört. Die Lesepaten verhelfen leseschwachen Kindern zu besseren Chancen.