Erstellt am 03. Februar 2016, 10:17

von Dieter Dank

Falsches Spiel nicht toleriert. Dieter Dank über eine durchaus nachvollziehbare Reaktion des ASK Tschurndorf.

Es muss für den ASK Tschurndorf/Kalkgruben wie ein Schlag in das Gesicht gewesen sein. Die Rede ist vom schmutzigen Transferpoker von Ungarns Ex-Nationalspieler Tibor Tokody (siehe auch Seite 71). Der 35-jährige in Budapest geborene Mittelfeldspieler sollte die so notwendige Verstärkung für das Tabellenschlusslicht der 1. Klasse Mitte werden.

Obwohl sich Tokody und Sektionsleiter Marcel Geissler– dieser führte die Verhandlungen – schon einig waren, zog der Routinier es vor, sich auch beim BVZ-Burgenlandligisten FC Deutschkreutz anzubieten. Wohl auch durch seinen Manager geleitet, der diese Option wahrscheinlich zum möglichen finanziellen Vorteil ausloten wollte. Durch einen riesen Zufall – der Legionär wurde auf einem Foto im Dress der „Kreutzer“ abgelichtet – flog der unsaubere Bluff schließlich auf.

Aber was wäre gewesen, wenn nicht? So erwägen die Deutschkreutzer, den Offensivmann nach seiner starken Leistung im Test gegen Beled SE unter Vertrag zu nehmen. Hätten die Funktionäre des Landesligisten nicht von der Vorgeschichte erfahren und einen Rückzieher gemacht, wäre Tschurndorf wohl bitter überrascht vor vollendeten Tatsachen gestanden. So kam aber alles anders und Tokody blitzte mit seiner gezinkten Hand bei beiden Vereinen ab.