Erstellt am 28. November 2012, 09:10

(Finanziell) gesundes System. Michaela Grabner über Diskussionen am Rande der Gesundheitsreform.

Die Streichung von Primarärzten und der Zusammenschluss gleicher Fachabteilungen verschiedener Spitäler zu Verbünden sorgen seit Monaten für unterschiedliche „Diagnosen“ in medizinischen Kreisen. Die Krankenanstalten GesmbH (KRAGES) samt Gesundheitslandesrat und viele in Verbünden tätige Ärzte preisen deren Vorteile, sprechen von Synergien des Know-Hows und der Verbesserung der Organisation zum Wohle der Patienten sowie einer Verbesserung der Ausbildung und berufen sich auf das Lob des Bundesrechnungshofes zu Verbünden. Kritische Stimmen aus der Ärzteschaft klagen über „gewaltige Qualitätsverluste“, „enorme Belastung“ und „zunehmende Patientenbeschwerden“.

Dass nun im Interne Verbund Mitte-Süd eine abteilungsführende Ärztin für Oberpullendorf bestellt wurde, werden Kritiker wohl nur als „Placebo“ sehen. Wie auch immer das ideale Gesundheitssystem für Experten aussehen mag, für den Patienten ist es dann ideal, wenn ihm unkompliziert und ohne Einschränkung Spitzenmedizin zuteil wird. Nur ein finanziell gesundes Gesundheitssystem ist in der Lage, Kranken so zu helfen.