Erstellt am 03. Oktober 2012, 09:30

Folgen wurden nicht bedacht. Dieter Dank über eine unglückliche Schiedsrichterbesetzung in der 2. Klasse Mitte.

Was dachte sich bloß Referee Zoltan Nemeth, als er für die Begegnung Nikitsch gegen Lutzmannsburg eingeteilt wurde? Anscheinend konnte er die sich mitbringenden Konsequenzen nicht richtig einschätzen. Wenn man bedenkt, dass er vor rund zwei Jahren noch im Dress von Lutzmannsburg fungierte, war es umso unverständlicher, warum er den BFV nicht über seine Befangenheit informiert hatte. Dem ehemaligen Abwehrrecken musste doch zum Zeitpunkt der Besetzung bewusst gewesen sein, dass seine Vergangenheit nicht im Dunklen verborgen bleiben wird. So wunderten sich die Funktionäre aus Nikitsch, warum der ungarische Staatsbürger etliche Spieler und Funktionäre der Gäste vor der Partie begrüßte. Des Rätsels Lösung: Er hatte gleich mit acht Akteuren der Hausherren, die am Felde gegen Nikitsch standen, gemeinsam in seiner aktiven Zeit gespielt. Die verhängte Rote für Nikitschs Tamas Varga und die Wende des Spielverlaufs brachte das Pulverfass dann zum Explodieren. Die Vereinsverantwortlichen aus Nikitsch recherchierten und lüfteten dabei des Spielleiters „dunkles“ Vorleben. Für Nemeth selbst, dem nun ein Disziplinarverfahren ins Haus steht, droht wohl die Karriere als Referee wieder vorbei sein – und das aufgrund eines leicht vermeidbaren Vorfalls.