Erstellt am 03. September 2014, 06:42

von Michaela Grabner

Freiwilligkeit darf man nicht strafen. Michaela Grabner über Grauzonen im Veranstaltungsgesetz.

 |  NOEN

Blumenbeete, ein neues Feuerwehrauto, die Kirchturm-Sanierung, Musik bei offiziellen Anlässe: Dies alles und noch mehr wird vor allem durch Freiwillige in Vereinen und Organisationen möglich.

Aber ohne Geld, ka Musi. Es helfen die besten Hobbygärtner nichts ohne Blumen oder Feuerwehrleute ohne Geräte oder Musikanten ohne Instrumente. Ein guter Teil der finanziellen Mittel für solche Anschaffungen wird wieder durch freiwillige Leistung bei Vereinsveranstaltungen erarbeitet. Österreichweit häufen sich aber Anzeigen gegen Vereinsfeste wie nun in Ritzing.

Dahinter stehen soll der Verein Bündnis der Gastronomie Österreichs. Er hat Vereine und Veranstalter im Visier, die Feste illegal ausrichten und so der Gastronomie Konkurrenz machen. Nur gemeinnützige Vereine dürfen laut Gesetz drei Tage im Jahr ohne Gewerbeberechtigung Veranstaltungen abhalten. Und die sei nicht gegeben, wenn zum Beispiel ein paar Vereinsmitglieder mit steuerlich günstigen Einnahmen eine Reise machen. Gesetz ist Gesetz.

Allerdings scheinen klarere Definitionen und Anpassungen erforderlich. Denn eines darf nicht sein: dass man für freiwilliges Engagement bestraft wird.