Erstellt am 06. März 2013, 10:16

Fusionen auf burgenländisch. Michael Pekovics über Zusammenlegungen, die eigentlich gar keine sind – und doch was bringen.

Nun macht also auch das Burgenland ernst in Sachen Zusammenlegungen. Nein, keine Sorge: Gemeinden sind nicht betroffen – wohl aber die Bildungseinrichtungen. So gibt es in Güssing zum Beispiel nur mehr einen Direktor für die ECOLE und das BORG, außerdem wird auf höchster Landeseene darüber nachgedacht, die zwei Polytechnischen Schulen in Pinkafeld und Oberwart zusammenzulegen. Die Politik macht diesen Schritt nicht gerne, wird dazu aber regelrecht gezwungen. Weil aufgrund der demografischen Entwicklung immer weniger Schüler nachrücken, sind Bildungsstandorte in Gefahr. Und auf kurz oder lang wird auf Bundesebene darüber gesprochen werden, kleinere Einheiten aufzulassen. Das Burgenland hat, so scheint es, die Zeichen der Zeit erkannt und will dem drohenden Verlust von Schulen zuvorkommen. Wenn damit die Schließung von Schulen verhindert werden kann, dann haben sich die Differenzen im Vorfeld – die Pädagogen in der ECOLE Güssing sind über die aktuelle Doppeldirektoren-Lösung nicht gerade erfreut – ausgezahlt. Das gilt aber nur dann, wenn die Qualität der Ausbildung unserer Kinder auch erhalten bleibt.