Erstellt am 28. März 2012, 06:53

Gelernt für das Leben. MICHAELA GRABNER über ein außergewöhnliches Schulprojekt.

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Oft wird kritisch der Spruch bemüht „Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir“. Dass aber in der Schule viel für das Leben gelernt werden kann, zeigt die Initiative „Alt und jung - Kinder bringen ‚Alte‘ in Schwung“ (Artikel links). Eine Klasse der Volksschule Oberpullendorf und die Bewohner des Altenwohnheims Oberpullendorf hatten im Zuge dessen sechs Begegnungsprojekte. Gerade in der heutigen Zeit, wo nicht mehr mehrere Generationen unter einem Dach leben, wird Kindern der Umgang mit alten, geistig verwirrten, kranken oder sogar sterbenden Menschen zunehmend fremd.

Krankheit und Tod sind Tabuthemen geworden, die man zu verdrängen versucht. Wenn es dann zu Schicksalsschlägen kommt, treffen einen diese umso härter, weil man nie gelernt hat, mit solchen Thematiken umzugehen oder zu akzeptieren, dass diese Teil des Lebens sind. Die Oberpullendorfer Schüler haben mit ihrem Projekt nicht nur den alten Menschen durch die gemeinsamen Aktivitäten große Freude bereitet, sondern sie haben auch viel über den richtigen Umgang mit alten Menschen beziehungsweise von deren Erfahrungen gelernt. Das Leben ist oft die beste Schule.