Erstellt am 23. Mai 2013, 12:21

Geschenk der besonderen Art. Michaela Grabner über den Abbau der Grenzübergänge.

Einen Abnehmer für ihr besonderes Geschenk hat die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) in einer Kärntner Firma gefunden. Sie hatte die Flugdächer und Kioske sechs ehemaliger Grenzübergänge im Land gratis angeboten mit der Auflage, dass diese vom „Beschenkten“ demontiert und abtransportiert werden müssen.

Vorige Woche wurde der erste Grenzübergang in Deutschkreutz abgebaut, bis Sommer sollen die weiteren, darunter Rattersdorf, folgen. Ein Geschenk machte die BIG mit dieser Aktion nicht nur der Firma, die die Dächer und Kioske recyceln wird, sondern auch sich und dem Steuerzahler. Denn damit konnte man sich die Kosten für den Abbau und eine allfällige Entsorgung ersparen.

Den Gemeinden schenkt man auf diese Weise einerseits ein Stück verbessertes Ortsbild, da diese leerstehenden und verlassen wirkenden Gebäudeteile verschwinden. Andererseits setzt man vor allem ein symbolhaftes Zeichen dafür, dass die Grenzen gefallen sind und mehr und mehr abgebaut werden. Und der schrittweise Abbau der Grenzen – auch und vor allem in den Köpfen – ist selbst ein Geschenk der ganz besonderen Art.