Erstellt am 30. April 2014, 09:44

von Michaela Grabner

Geteiltes Leid, halbes Leid?. Michaela Grabner über enorme Wildschäden.

Die Jäger aus dem Bezirk müssen tief in die Tasche greifen, um die Kosten für die Wildschäden auf den Feldern zu bezahlen. 2013 mussten rund 160.000 Euro aufgebracht werden. Nun will die Jägerschaft nicht mehr alleine zahlen, wenn Wildschweine und Hirsche Äcker verwüsten.

Deshalb hat man am Bezirksjagdtag eine Petition an die Landesregierung verabschiedet, die eine entsprechende Änderung des Jagdgesetzes vorsieht. Außerdem möchte man nach einem Konsens mit der Landwirtschaft suchen, die einen Teil der Schäden tragen soll. Während Jagdgegner meinen, dass sich die Natur sehr gut selbst regulieren kann, entspricht es im Allgemeinen dem Verständnis der Jäger, dass sie viel zum Gleichgewicht in der Natur beitragen.

Allerdings weiß man, dass sich die Natur leider oder Gott sei Dank nicht immer einfach regulieren lässt. Den Jägern allein die Schuld zu geben, wenn sich Hirsche und Wildschweine „austoben“, scheint daher nicht ganz gerecht. Außerdem ist geteiltes Leid halbes Leid, sagt man. Große Jubelstürme wird man sich in der Landwirtschaft, die bislang nichts zahlen musste, aber nicht erwarten können.