Erstellt am 05. Januar 2011, 00:00

Hausaufgaben sind gemacht. MICHAELA TANZLER über das Aus des Vereins zur Förderung Behinderter.

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Integration ist im Mittelburgenland mehr als nur ein Schlagwort. Das erkennt man daran, dass ein jeder in Oberpullendorf den Gottfried, den Jürgen und ihre Freunde aus dem Behindertenwohnheim Haus St. Stephan kennt. Das erkennt man auch daran, dass jedes Jahr Oster- und Weihnachtsbasar der Förderwerkstätte gestürmt werden. Und das erkennt man auch daran, dass behinderte Menschen am Oberloisdorfer Kirtag tanzen, mit den Kalkgrubener und Rattersdorfer Fischern angeln oder bei der Stadtfeuerwehr die Kübelspritze betätigen.

Dass Integration im Mittelburgenland gelebt wird, ist nicht zuletzt dem Verein zur Förderung Behinderter im Mittelburgenland und dessen Einsatz in den vergangenen 30 Jahren zu verdanken, Bewusstsein zu bilden und Infrastruktur zu schaffen. Von der schulischen Betreuung durch die Sonderschule über die Arbeit in Form der Förderwerkstätte bis zum Wohnen im Haus St. Stephan, im Haus Lisa oder im pro mente-Wohnheim ist im Bezirk alles vorhanden. Es mag schade und traurig erscheinen, dass sich der Verein nun auflöst, doch es liegt an jedem einzelnen, das Bewusstsein für Integration weiterzuleben und weiterzugeben. Der Verein hat seine Schuldigkeit getan. Der Verein kann ruhigen Gewissens gehen.

KOMMENTAR

m.tanzler@bvz.at