Erstellt am 17. Dezember 2013, 23:59

von Otto Gansrigler

Ist das eigentlich zumutbar?. Otto Gansrigler über Strafen im Kegelsport.

Der Faymann-Wanderpokal für die Herren und der Damen-Pokal gingen über die Bühne. Laut den Statuten des Burgenländischen Kegelverbandes (BSKV) ist jeder beim Verband registrierte Verein verpflichtet, an diesen Events teilzunehmen.

So ging es auch den Damen des ASKÖ Deutschkreutz Classic. Das Team um Eva Glöckl musste aufgrund der Erkrankung einer Spielerin sowie der beruflichen Unabkömmlichkeit einer weiteren Keglerin absagen, denn: Der Klub besteht nur aus vier Spielerinnen. So musste man sich entschließen, nicht anzutreten.

Die Rechnung dafür bekamen sie präsentiert. Eine Strafe von 200 Euro wurde den Damen aufgebrummt. In den Statuten ist die Teilnahmepflicht sowie bei Nichtantreten eine Strafe verankert.

Hier muss sich der BSKV etwas überlegen. Woher soll ein Verein mit nur vier Athletinnen im Notfall plötzlich neue Leute zaubern? 200 Euro hören sich nicht viel an, aber für einen kleinen Kegelverein ist das eine ganze Menge „Kohle“.

Der Verband blieb trotz Gnadengesuch der Linie treu und bestätigte das Strafmaß. Etwas mehr Fingerspitzengefühl und eine Statutenänderung wären angesagt. Vorschlag: Die Strafe sollte davon abhängig sein, wie viele Spielerinnen oder Spieler beim Klub gemeldet sind. Den „Kreutzerinnen“ schlägt es nun jedenfalls ein Loch ins Budget – ohne vorsätzlich oder böswillig gehandelt zu haben.