Erstellt am 19. Januar 2011, 00:00

Jonathan ist schon ein Held. MICHAELA TANZLER über die herausragende Leistung eines 16-Jährigen.

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Enttäuschung und Ärger über das Ausscheiden von Jonathan Reiner bei der ORF-Show „Helden von Morgen“ waren zuletzt Stadtgespräch. Viele vermuten, dass dahinter etwas anderes steckt als das Publikumsvoting, sprechen sogar von Manipulation. Bei aller Verbitterung darf man aber nicht die Leistung aus den Augen verlieren, die Jonathan erbracht hat und auf die er stolz sein kann. Er hat sich beim Casting unter 2.235 Teilnehmern durchgesetzt und kam bei vierzehn Kandidaten in der Live-Show als Jüngster mit 16 Jahren unter die Top Fünf. Seiner Heimatstadt Oberpullendorf hat er auf diesem Weg eine unbezahlbare österreichweite Werbung beschert.

Aber auch persönlich hat er von der Show profitiert. Er hat sich mithilfe der Profi-Trainer weiterentwickelt, Selbstbewusstsein aufgebaut, mehr Bühnenpräsenz erarbeitet, seinen eigenen Song präsentiert und somit einen gewaltigen Schritt in seiner Karriere gemacht. Über die Enttäuschung sollte der Gedanke an eine gewisse Christl Stürmer trösten, die bei einer ähnlichen Musikshow auch nicht siegte und trotzdem Karriere macht. Was einen „Musik-Held“ ausmacht ist nicht zuletzt auch die Zahl seiner Fans und davon hat Jonathan bereits eine Menge.

KOMMENTAR

m.tanzler@bvz.at