Erstellt am 20. Oktober 2010, 00:00

(K)eine andere Wahl haben. MICHAELA TANZLER zur aktuellen Lage in Unterrabnitz-Schwendgraben.

 |  NOEN
Unterrabnitz-Schwendgraben hat die Wahl. Anfang 2011 werden in der Gemeinde Bürgermeisterwahlen stattfinden. Denn Bürgermeister Willi Heißenberger tritt mit 31. Oktober zurück, nachdem er vor der Staatsanwaltschaft die Manipulation von Wahlkarten gestanden hatte.

In Unterrabnitz-Schwendgraben – so hört man – würden sich nicht wenige, wenn sie denn diese Wahl hätten, wieder für ihren ehemaligen Bürgermeister entscheiden. Viele haben ihm seinen „Kurzschluss“ schon verziehen. Sie haben recht, wenn sie meinen, dass ein Fehler nicht alle Leistungen der Vergangenheit ausmerzen kann. In einem anonymen Leserbrief, der an alle Haushalte ging, hat ein Bürger einige davon aufgelistet wie zum Beispiel die Holzbrücke, das Frühmittelalterdorf, den Hauptplatz mit Kindergarten und Schule sowie die Gemeindehausplätze, für die Heißenberger im positiven Sinn wesentlich „verantwortlich“ zeichnet.

Kein Fehler kann diese Leistungen auslöschen, aber genauso wenig kann ein „Fehler“ wie bei der Landtagswahl einfach ausgelöscht werden, weil es hierbei um Grundrechte der Demokratie geht. Zurückzutreten heißt, dafür Verantwortung zu übernehmen. Da gab es keine andere Wahl.

m.tanzler@bvz.at