Erstellt am 26. Februar 2014, 09:19

von Michaela Grabner

Keine leichte Rechenaufgabe. Michaela Grabner über Volksschulschließung.

Da waren es nur noch 35. In den vergangenen Jahren sind die Volksschulen im Bezirk immer weniger geworden, da Volksschulen mit weniger als zehn gemeldeten Schülern geschlossen werden mussten.

Für zweisprachige Schulen gilt dies nicht, diese können nur stillgelegt werden. Eine solche Stilllegung kommt mangels gemeldeter Schulanfänger aus heutiger Sicht mit dem Schuljahr 2014/2015 auf die Volksschule Weingraben zu.

Dass es irgendwo nicht nur im Sinne der Wirtschaftlichkeit, sondern durchaus auch im Sinne des pädagogischen Gedankens Grenzen geben muss, damit muss man rechnen. Das ist natürlich für jene hart, die sich gerade eben hart an der Grenze befinden – oft sogar nur vorübergehend. So wie es hart ist für die, die knapp über einer Einkommenssteuergrenze liegen oder eben gerade so viel verdienen, dass sie um eine Förderung umfallen.

Was der Verlust einer Schule unter dem Strich aber für ein kleines Dorf tatsächlich bedeutet, für die Belebung der Dorfgemeinschaft, als kultureller Faktor und nicht zuletzt als Entscheidungskriterium bei der Wohnortwahl lässt sich nicht wirklich berechnen.