Erstellt am 03. Juni 2015, 09:58

von Michaela Grabner

Auf Verlierer-Seite und doch Gewinner. Michaela Grabner über Mittelburgenlands Neuen im Landtag, Patrik Fazekas.

Dass man Patrik Fazekas einiges zutrauen kann, ist spätestens seit der EU-Wahl 2014 klar. Damals erreichte er als Landesspitzenkandidat der ÖVP 2.108 Vorzugsstimmen im Bezirk.

So verwunderte es nicht, dass es der Landesobmann der Jungen ÖVP aus Neutal bei der Landtagswahl am Sonntag gleich zweifach überraschen konnte. Denn obwohl die ÖVP ebenso zu den Wahlverlierern zählt wie die SPÖ und nur in neunzehn Gemeinden ein positives Ergebnis erreichte, schaffte es Fazekas in seiner Heimatgemeinde Neutal um 3,25 Prozent zuzulegen. Was das fünftbeste Ergebnis der ÖVP landesweit bedeutete. Und das ausgerechnet in einer traditionellen SPÖ-Hochburg wie Neutal, wobei es für das ÖVP-Ergebnis sicher auch nicht von Nachteil war, dass der bisherige Landtagsabgeordnete aus Neutal, Bürgermeister Erich Trummer, nicht mehr kandidiert hat.

Und trotzdem wird Neutal auch künftig im Landtag vertreten sein. Dies ist Resultat der zweiten Überraschung, für die Patrik Fazekas am Sonntag gesorgt hat. Ein starkes Vorzugsstimmenergebnis war ihm durchaus zuzutrauen, die tatsächliche Höhe von 3.310 Stimmen auf der Bezirksliste übertraf dann doch die Erwartungen vieler und auch von Patrik Fazekas selbst.

Damit überholte er einerseits Rudolf Geißler auf der Bezirksliste und angelte sich das ÖVP-Grundmandat im Bezirk, auf der anderen Seite erreichte er das beste Vorzugsstimmenergebnis im Bezirk und ließ sogar den Vorzugsstimmenkaiser der Wahl 2010, Landesrat Peter Rezar, hinter sich. Obwohl die ÖVP bei dieser Wahl auf der Verlierer-Seite steht, gehört Patrik Fazekas neben den offensichtlichen Siegern FPÖ, Grüne und Liste Burgenland zu den Gewinnern.