Erstellt am 04. März 2015, 12:00

von Michaela Grabner

Ein mehrfach probates Mittel. Michaela Grabner über die Ausschreibung von zwei Primararztstellen im Krankenhaus.

Wenn das Spital Oberpullendorf neue Primarärzte für Interne und Chirurgie erhält, geht ein Wunsch der mittelburgenländischen Ärzte in Erfüllung.

Die Bezirksärztevertretung hatte bereits im August 2012 in einem Brief an den Landeshauptmann ersucht, das „bis Ende 2010 bestens funktionierende gesundheitliche Versorgungssystem zum Wohle der Bevölkerung des Bezirks durch Neubesetzung beider Primariate wiederherzustellen“. Ende 2010 war ein internistischer Verbund mit dem Spital Güssing installiert worden, gleiches wurde angesichts der Pensionierung von Primar Hofbauer Ende 2012 für die Chirurgie befürchtet. Daher sprachen sich die Ärzte einstimmig für eine Petition zur Erhaltung einer eigenständigen chirurgischen Abteilung aus.

Begründet wurde dies damit, dass nur mit einem eigenständigen Primariat ein medizinischer Qualitätsverlust zu vermeiden und eine optimale Ausbildung der Turnusärzte zu gewährleisten sei. Dass nun die Primariate ausgeschrieben werden, liegt neben der Evaluierung der Verbünde auch an organisatorischen Gründen des neuen Ärztearbeitszeigesetzes. Das wird allen egal sein, solange das Mittel „ihren“ Zweck erfüllt.