Erstellt am 16. September 2015, 09:55

von Michaela Grabner

Eine Stadt mit ländlichem Charme. Michaela Grabner über eine besondere Jubilarin.

Obwohl Oberpullendorf im Namen das Wort Dorf trägt, darf es sich vierzig Jahre nach der Stadterhebung zur Recht Stadt nennen. Doch was macht eine Stadt eigentlich aus? Wenn man in Fachliteratur nachschlägt, findet man keine einheitliche Definition. International wird beispielsweise in Dänemark ab 200 Einwohnern von einer Stadt gesprochen, in Japan erst ab 50.000.

Auf die Größe allein kommt es also nicht an. Der Begriff Stadt wird aber oft mit zentralen Funktionen verbunden und die erfüllt Oberpullendorf fürs Mittelburgenland und teilweise darüber hinaus mit Sicherheit: als Schulstadt, als Einkaufsstadt, als Sitz von Behörden und öffentlichen Einrichtungen, als Einkaufsstadt, als Zentrum der medizinischen Versorgung und vieler Freizeitangebote.

Trotz allem hat sich Oberpullendorf einen gewissen ländlichen Charme bewahrt: die Lage im Grünen, die Herzlichkeit im gesellschaftlichen Umgang und das viele freiwillige Engagement in den Vereinen, wodurch die Stadt pulsiert. Es kommt also nicht von ungefähr, dass die Bevölkerung seit der Stadterhebung um etwa ein Drittel von rund 2.280 Einwohner auf aktuell 3.193 Einwohner angewachsen ist.