Erstellt am 31. Dezember 2014, 05:03

von Michaela Grabner

Gemeinderat ging „verloren“. Michaela Grabner über einen leeren Sessel im Sitzungssaal von Steinberg-Dörfl.

Nach dem Jahr 2010 bleibt im Gemeinderat von Steinberg-Dörfl nun wieder ein Sessel leer. Damals konnte nach dem Ausscheiden von Viktor Emmer das Mandat der Grünen nicht nachbesetzt werden. Heute ging es um zwei ÖVP-Mandate, die nach dem Rücktritt von Hans Emmer und Norbert Krail frei wurden. Auf eines rückte Julia Huber nach. Das andere wird wohl frei bleiben. Denn alle noch möglichen, auf der ÖVP-Liste befindlichen Personen, haben ihren Verzicht auf dieses freie ÖVP-Mandat erklärt. Somit bleibt dieses bis zur nächsten Gemeinderatswahl unbesetzt.

In einem Gemeinderat für die Allgemeinheit zu arbeiten, scheint also selbst für jene, die sich auf eine Liste schreiben lassen haben, nicht zwingend reizvoll zu sein. Neben der Tatsache, dass die Gemeindearbeit sehr zeitintensiv sein kann, ist Gemeindearbeit ja auch oft mit viel (direkter) Kritik und eher wenig Dankbarkeit verbunden.

Der Fall in Steinberg-Dörfl zeigt, dass es nicht so selbstverständlich ist, dass sich jemand bereit erklärt, sich im Rahmen der Gemeindepolitik für die Allgemeinheit zu engagieren und einen leeren Sessel wieder zu besetzen.