Erstellt am 21. Januar 2015, 08:15

von Michaela Grabner

Kreativer Coup im "Überlebenskampf". Michaela Grabner über eine Kooperation, die zwei Schulstandorte sichert.

Würden Sie Ihr Kind in eine Schule schicken, von der Sie nicht wissen, ob diese im übernächsten Schuljahr noch existiert? Von der Politik definierte Mindestschülerzahlen hängen wie ein Damoklesschwert über kleineren Schulen. Eine davon war die Mittelschule Lockenhaus, wo man schon in der Zeit als Hauptschule mit der Mindestschülerzahl 80 kämpfte, ehe die „Neue Mittelschule“ mit ihrer Standortgarantie auf mehrere Jahre eine Atempause verschaffte.

Laut einem Gesetz aus 2013 gilt nun aber auch für Mittelschulen die Mindestschülerzahl 80. Das Schreckgespenst einer möglichen Schließung ging wieder um und sorgte für Verunsicherung. Doch es konnte vertrieben werden. Dadurch, dass sich die Mittelschulen Lockenhaus und Bernstein ab dem Schuljahr 2015/16 eine Leitung teilen, kommt man gemeinsam auf eine Schülerzahl, die beide Standorte absichert. Dies gibt zum einen Planungssicherheit für die Gemeinde Lockenhaus und die Nachbargemeinden, da eine bauliche Modernisierung der Schule ansteht, zum anderen auch Sicherheit für Eltern und Schüler, was langfristig zu stabilen oder sogar höheren Schülerzahlen führen wird.