Erstellt am 23. September 2015, 08:52

von Michaela Grabner

Lesen macht Sinn. Michaela Grabner über das neue Lesepaten-Projekt des Roten Kreuz.

Mit dem Lesepaten-Projekt hat das Rote Kreuz auch im oder gerade wegen des multimedialen Zeitalters einen Nerv getroffen.

Denn selbst wenn die elektronische Konkurrenz zum Buch angefangen vom Internet bis zu Social Media vielfältig ist, ist und bleibt Lesen eine wichtige Schlüsselqualifikation für Schule, Beruf und Leben. Wer den Sinn von Texten nicht erfassen kann, hat nicht nur Probleme beim Lernen.

Er versteht beispielsweise auch Gebrauchsanweisungen nicht, hat Schwierigkeiten beim Ausfüllen von Formularen, tut sich schwerer seine Meinung zu formulieren und durchzusetzen und wird auch Multimedia-Angebote nicht nutzen können.

Gerade das sinnerfassende Lesen ist es, das im Zuge des Lesepaten-Projekts trainiert werden soll. Eine Aufgabe, die die zeitlichen und personellen Ressourcen in der Schule sprengen würde und von Eltern nicht wahrgenommen werden kann oder wird.

Die Lesepaten eröffnen Kindern so nicht nur eine chancenreichere Zukunft, sondern Zugang zu vielseitigen Vorteilen: Denn Lesen ist Sport fürs Gehirn, fördert die sprachliche Entwicklung, sorgt für Entspannung und Stressabbau, und macht nicht nur schlau, sondern auch viel Freude.