Erstellt am 11. April 2018, 08:27

von Michaela Grabner

Müll kann sehr wertvoll sein. Michaela Grabner über regionale Abfallzentren und mehr Trenngenauigkeit.

Dass im Müll oft noch viel Wert steckt, versuchen Kampagnen des Müllverbands (BMV) zu vermitteln. So sagt man seit Jahren illegalen Sperrmüll-Sammelbrigaden den Kampf an, weil dadurch Wertstoffe verloren gehen. Aber auch Analysen zeigen, dass 17 Prozent des Mülls im Sperrmüllcontainer verwertbare Wertstoffe sind.

Weitere rund 40 Prozent könnten anders günstiger entsorgt werden. Bei einer höheren Trenngenauigkeit und kosteneffizienteren Entsorgung setzt der Plan des BMV an, mit den Gemeinden regionale Abfallsammelzentren anstelle der Gemeinde-Deponien zu schaffen. Was am ersten Blick vermeintlich Kundenfreundlichkeit vermissen lässt, weil man den Sperrmüll dann vielleicht nicht mehr im eigenen Ort sondern erst einige Kilometer weiter los wird, hat für Kunden durchaus auch Vorteile.

Hat die Gemeindedeponie oft nur einmal pro Woche oder Monat geöffnet, soll das regionale Abfallsammelzentrum Öffnungszeiten wie ein Supermarkt haben und ein Pritschenwagen-Mietservice bieten. Da die Finanzierung über die Müllgebühr erfolgt und so bei Entsorgung keine Kosten entstehen, kann dieses Konzept nicht nur für den BMV, sondern auch seine Kunden wertvoll sein.