Erstellt am 05. Oktober 2016, 10:17

von Michaela Grabner

Sachpolitik nicht nur als Worthülse. Michaela Grabner über ein außergewöhnliches Beispiel für überparteiliche Zusammenarbeit.

Nicht nur hinter den Kulissen haben die Vorbereitungen auf die Wahl bereits begonnen. Und die Rede ist nicht etwa vom in zwei Monaten anstehenden nächsten Durchgang der Bundespräsidentenwahl, sondern von den Bürgermeister- und Gemeinderatswahlen 2017.

So hat die ÖVP in Vorbereitung auf die Wahl eine Bezirkskonferenz abgehalten, bei der der „Machtrausch der SPÖ, der nun auch die Gemeinden im Visier hat“ kritisiert wurde. Die SPÖ-Frauen zeigen sich indes in einer Presseaussendung darüber erstaunt, dass die ÖVP auf ihrem letzten Bezirksparteitag „nun offenbar die Gruppe der Frauen ,entdeckt‘ hat“, da doch die SPÖ als einzige Fraktion sieben Bürgermeisterinnen stellt.

Gegenseitige Kritik und Kontrolle gehören in der Meinungsvielfalt einer Demokratie dazu. Dabei sollte aber die Sache, das Wohl der Gemeinde und der Bürger, im Vordergrund bleiben.

Und da hat dieser Tage die Großgemeinde Mannersdorf trotz „Vorwahl-Zeiten“ ein ganz und gar nicht alltägliches Beispiel vorgelebt. Denn der SPÖ-Bürgermeister hat einen ÖVP-Gemeinderat zum Ortsvorsteher ernannt. Sachpolitik, die mehr ist als nur eine leere Worthülse.