Erstellt am 08. April 2015, 06:00

von Michaela Grabner

Schritt für Schritt mehr mobil. Michaela Grabner über Initiativen wie den Bürgerbus.

Eine Frau kann den Teilzeitjob nicht antreten, weil sie ohne Auto nicht zum Arbeitsplatz kommt, sich ein solches aber nicht leisten kann.

Ein mittelburgenländischer Schüler sitzt für die Fahrt zur 40 Kilometer entfernten Schule im Landessüden über 70 Minuten im Bus und muss sogar umsteigen. Ein Pensionist ohne Führerschein und Geschäft im Ort möchte Lebensmittel kaufen. Nimmt er den Bus in der Früh, kann er frühestens Stunden später mit dem Schülerbus wieder heim. Mobilität ist im Mittelburgenland eine spezielle Herausforderung. Der öffentliche Verkehr beschränkt sich abgesehen von der Bahnanbindung in Deutschkreutz weitgehend auf Schüler- und Pendlerbusse.

Einige Gemeinden haben sich auch in dem Bereich als Dienstleister erwiesen, mit Gemeindetaxis, Taxi-Gutscheinen für Senioren, Fahrdiensten von Freiwilligen im Rahmen einer organisierten Nachbarschaftshilfe, etc. Nun hat Deutschkreutz einen Bürgerbus gestartet. Keines dieser Modelle wird es schaffen, das Mobilitätsproblem im Mittelburgenland zu lösen, aber mit jeder dieser Initiativen wird für einige Menschen sehr viel bewegt und der Bezirk einen Schritt mobiler.