Erstellt am 19. November 2014, 09:36

von Michaela Grabner

Tolles Rezept für Integration. Michaela Grabner über ein interessantes Projekt für Immigrantinnen.

Die einfachsten Rezepte sind oft die besten, wie das Projekt "Kulinarische Begegnungen" in Oberpullendorf zeigt. Ausgangsposition war die Situation von Frauen mit Migrationshintergrund im Bezirk. Die gesellschaftliche Integration von Immigranten ist mit Sicherheit eine schwierige Materie und die von Frauen ist oft noch schwieriger, weil diese aufgrund der Rolle der Frau in ihren Herkunftsländern grundsätzlich noch weniger am gesellschaftlichen Leben teilhaben als Männer.

Mit der Idee gerade solche Frauen für einen Tag zu Kochkursleiterinnen zu machen und sie so mit Frauen aus der Region zusammenzubringen, ist es dem Projekt gelungen, Immigrantinnen ins gesellschaftliche Bewusstsein zu holen. Gleichzeitig wurden beim gemeinsamen Kochen Hemmschwellen abgebaut und ein neues Verständnis für andere Kulturen entwickelt. Über 250 Frauen waren beteiligt. Projekte wie dieses können beispielgebend sein, wie Integration im Kleinen erfolgreich erreicht werden kann. Sie sind zwar sicher kein Patentrezept für die globalen Probleme der Asylpolitik aber dennoch ein wirkungsvolles Rezept, in der Region Integration zu leben.