Erstellt am 01. April 2015, 08:03

von Michaela Grabner

Über zwanzig Jahre gegen einen Tag. Michaela Grabner über einen Vorfall bei einem Kulturevent.

Die Kulturvereinigung Oberpullendorf hat einen ausgezeichneten Ruf – nicht nur bei ihren Gästen, sondern auch bei Künstlern.

Wie sonst ist es zu erklären, dass immer wieder international bekannte Kulturschaffende auf ihren Wegen zwischen Bühnen und Galerien in Wien, New York, Tokio und anderen Millionenstädten ihren Weg in eine 3.000-Einwohner-Stadt finden. Bestes Beispiel ist die Ende April stattfindende K.i.Ste – Keramik im Steinbruch, bei der 31 Künstler aus sieben Ländern – teils mit internationalem Renommée – ausstellen, darunter sogar ein Keramiker aus Kasachstan.

Der nun bekannt gewordene Vorfall, dass bei einer Benefiz-Ausstellung der Kulturvereinigung einige Modeschmuckstücke verschwunden sind, wirft nicht nur auf die Person, die diese angeblich entwendet haben soll, ein schlechtes Licht. Auch der gute Ruf der Kulturvereinigung selbst wird dadurch unverdientermaßen überschattet. Allerdings sollte der Vorfall eines Tages nicht dermaßen Raum greifen, dass darüber eine über mehr als 20 Jahre geschriebene kulturelle Erfolgsgeschichte völlig in den Schatten gestellt wird.