Erstellt am 09. November 2016, 10:02

von Michaela Grabner

Wechselbad für Sonnentherme. Michaela Grabner über den Therme-Privatisierungsstopp und seine Auswirkungen.

Die Sonnentherme hat in den vergangenen Jahren ein Wechselbad erlebt. Da war zunächst die Euphorie rund um die millionenschweren Investitionen 2012. Dann kam die Ernüchterung, als die erwarteten Gästezahlen ausblieben bis zur Unruhe um den nicht mehr existenten Ruheraum.

Es folgte die Aufregung um den in letzter Minute geplatzten Verkauf der Therme an spanische Investoren vorigen Herbst und der Wirbel darüber, dass ein landesnaher Betrieb so wenig Lehrlinge ausbildet. Und schließlich sorgten benachbarte Hoteliers mit ihrem Kaufanbot für Aufhorchen, ehe das Land jetzt – für viele überraschend – die Privatisierung stoppte.

Mit Spannung wird nun das unter der Leitung von Thermen-Geschäftsführer Harald Zagiczek angekündigte Investitionsmaßnahmenpaket erwartet, das Ende des Jahres am Tisch liegen soll. Die Vorwürfe betreffend Lehrlingsausbildung sind seit seiner Tätigkeit Vergangenheit. Nun muss es ihm aber gelingen, mit dem neuen Konzept fürs Tourismus-Flaggschiff Therme, sowohl die Politik als Investor als auch die anderen – teils aufgrund der Vergangenheit „verschnupften“ – Tourismusbetriebe der Region sowie neue Gäste ins Boot zu holen.