Erstellt am 30. Januar 2013, 08:39

Konzentration statt „Bierchen“. Michaela Grabner über Alkohol bei der Jagd.

Für Alkohol bei der Jagd gibt es im Gegensatz zu Alkohol im Straßenverkehr keine genauen gesetzlichen Regelungen. Wer allerdings zu einer Waffe greift, übernimmt damit genauso wie jemand, der sich hinter das Steuer setzt, Verantwortung. Der Lenker ist für seine Fahrweise, seine Beifahrer und die anderen Verkehrsteilnehmer mitverantwortlich, der Jäger für seine Schüsse, seine Jagdkollegen und die anderen Waldbenutzer. Selbst wenn es nicht so tragisch endet wie der tödliche Jagdunfall in Niederösterreich, sind die Folgen eines Unfalls – egal ob im Verkehr oder bei der Jagd – oft weitreichender als man denkt, wenn man zum Bierglas greift und damit einen Teil seiner Konzentrationsfähigkeit einbüßt. Wahrscheinlich noch härter als jede Strafe, die man von jemand anderem verhängt bekommt (Vorstrafen, Zahlungen, Haft,...), ist die Tatsache, mit dem Wissen leben zu müssen, einen anderen Menschen schwer verletzt oder gar getötet zu haben. Jeder Jäger hat es selbst in der Hand, sich für mehr Konzentration und gegen das „Bierchen“ oder „Schnapserl“ vor und während der Jagd zu entscheiden.