Erstellt am 11. Juni 2014, 08:01

von Michaela Grabner

Kräfte, die verpuffen. Michaela Grabner über Diskrepanzen in der Gemeindestube.

Ritzing ist anders – behaupten viele Ritzinger selbst. Dass der Amtsleiter nun auf drei Sesseln im Gemeindefoyer gearbeitet hat, nachdem ihm der Bürgermeister ein neues Büro im ersten Stock zugewiesen hatte, ist ein Kapitel, das sich an einige „Kuriositäten“ der Vergangenheit nahtlos anschließt.

Dass die Gesprächsbasis im Ritzinger Gemeinderat nicht die beste ist, ist ein offenes Geheimnis. Dass dies natürlich auf die Gemeindestube abfärbt, wenn dort ein ÖVP-Bürgermeister und ein als SPÖ-Vizebürgermeister fungierender Amtmann sitzen, ist nicht weiter verwunderlich.

Zur positiven Entwicklung einer Gemeinde gehört eine lebendige Demokratie. Meinungen müssen zugelassen sein, wiewohl am Ende des Tages Mehrheiten entscheiden. Und vor allem gilt dabei auch wie in allen Bereichen des Lebens, dass der Ton die Musik macht.

Wenn die Diskussion mehr im Fokus steht, als das, worüber diskutiert wird, ist dies im Sinne der Sache sehr schade. Denn dann muss schon beim Diskutieren viel Kraftanstrengung geleistet werden, die man auch für die Umsetzung von Projekten brauchen könnte.