Erstellt am 27. Februar 2013, 10:32

Kühler Kopf im Schnee gefragt. Michaela Grabner über die Attacken gegen Schneeräumtrupps.

Zaubern sollte man können – das hat sich wohl jeder schon mal gedacht, wenn er nicht gewusst hat, wo er mit der Arbeit anfangen soll. Genauso wird es angesichts der Schneemassen nicht nur den privaten Schauflern, sondern auch den Räumtrupps der Straßenmeisterei oder der Gemeinden gegangen sein (Artikel Seite 10). Daher sollte man ihnen zugestehen, dass sie sich um eine bestmögliche Räumung bemühen. Sie fahren quasi rund um die Uhr und stehen mitten in der Nacht auf, wofür sie natürlich im Gegensatz zum Pendler, der um 4 Uhr früh sein Auto ausschaufeln muss, bezahlt werden. Trotzdem können auch sie weder zur gleichen Zeit an drei Orten sein, noch den Schnee wegbeamen. Dass auf der anderen Seite die Bürger verärgert sind, wenn sie zur Arbeit müssen und noch immer kein Räumfahrzeug in Sicht ist oder es nervt, dass der Schneepflug zum dritten Mal die frei geschaufelte Einfahrt zuschiebt, ist genauso verständlich. Dem Luft zu machen, indem man die Schneeräumtrupps beschimpft, sie mit Schnee bewirft oder bei der Arbeit blockiert, ist allerdings nicht nur sinnlos, sondern auch völlig unangebracht.