Erstellt am 13. Januar 2016, 10:06

von Michaela Grabner

Lebensqualität, die man sich leisten sollte. Michaela Grabner über die Sicherung der Nahversorgung,

Die Sicherung der Nahversorgung ist nicht nur in Pilgersdorf, wo sich die Betreiber des Geschäfts zurückziehen, ein Thema. Viele Gemeinden kämpfen darum, Nahversorger zu erhalten oder neue zu finden.

Denn Nahversorgung ist ein wesentlicher Faktor für Lebensqualität. Gerade in einer immer älter werdenden Gesellschaft und in einem ländlichen Raum, der mit Mobilitätsangeboten nicht gesegnet ist, sind Geschäfte vor Ort eine wichtige Versorgungseinheit.

Darüber hinaus erfüllen sie kommunikative oder soziale Funktionen, sichern regionale Arbeitsplätze, bieten Unterstützung für Vereine und steigern nicht nur via Kommunalsteuer die Einnahmen, sondern durch das Mehr an Lebensqualität auch die Attraktivität einer Gemeinde.

Es wird sowohl der Unterstützung der öffentlichen Hand als auch bewusster Konsumenten zur Sicherung der Nahversorgung bedürfen. Was nicht heißen soll, dass man nicht mehr im Supermarkt einkaufen darf. Aber auch wenn der Greißler vielleicht ein nicht so großes Sortiment hat und nicht alles so billig ist, lohnt es sich für die eigene Lebensqualität, sich Nahversorgung zu leisten. Denn nur vom „vergessenen Liter Milch“ kann das kleine Geschäft im Ort auch nicht leben.