Erstellt am 14. März 2012, 00:00

„Mäuse“ für Fledermäuse. MICHAELA GRABNER über ein interessantes Projekt rund um die Fledermaus.

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Rund 200.000 Euro wegen einer Dachbodenkammer voll Fledermäuse mögen manchem auf dem ersten Blick verrückt erscheinen. Der eine oder andere fragt sich vielleicht, warum mit dem Geld nicht lieber eine Straße asphaltiert oder die Kinderbetreuung ausgebaut wird. Trotzdem sind die „Mäuse“ für die Fledermäuse in Lockenhaus nicht nur berechtigt, sie zahlen sich auch aus. Denn Mitteleuropas größte Wimperfledermauskolonie ist ein wertvolles Geschenk der Natur. Sie verschafft der Burg und der Region ein sogenanntes Alleinstellungsmerkmal, nach dem andere erst krampfhaft suchen bzw. dieses vielleicht sogar künstlich schaffen müssen. Noch dazu gibt es momentan einen wahren Trend in Richtung Fledermaus – man denke nur an Vampir Edward aus dem Film „Twilight“ oder die Fernseh-Serie „Vampire Diaries“. Die Fledermauskolonie, verknüpft mit ansprechenden Angeboten, wirkt daher sicher attraktiv auf potenzielle Gäste, die dann Gastronomie, Geschäfte und andere Tourismusdestinationen in der Region beleben. Durch die Investition gewinnen also nicht nur die Fledermäuse, sondern auch die Menschen in der Region.

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m.grabner@bvz.at