Erstellt am 06. Juli 2011, 00:00

„Mäuse“ zahlen sich aus. MICHAELA TANZLER über die touristische Nutzung der Fledermäuse.

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Stolze 200.000 Euro sollen in Lockenhaus in ein Fledermausprojekt gesteckt werden. Eine Menge Geld. Doch die „Mäuse“ für die Fledermäuse sind sicher nicht vergeudet. Denn Ziel des Projekts sind einerseits der langfristige Schutz von Mitteleuropas größter Wimperfledermauskolonie, die sich in der Burg befindet und andererseits deren naturtouristische Vermarktung. Und mit dieser Überlegung liegt man voll im Trend. Denn Aktivurlaub und Erlebnistourismus nehmen laut Umfragen an Beliebtheit zu.

Mit der Fledermaus hat man hierfür einen Aufhänger, der für Schulen wie Familien, aber auch Naturliebhaber gleichermaßen anziehend sein kann. Gleichzeitig bietet die Fledermaus als faszinierendes Säugetier viele Ansätze für erlebnispädagogische Angebote. Doch nicht nur die Burg selbst kann von Fledermaus-Fans profitieren, sondern auch findige Betriebe in der Gemeinde. Vom Fledermaus-Cocktail über den Fledermaus-Lebkuchen bis zur Fledermaus-Lektüre und dem Fledermaus-Menü oder dem Fledermaus-Hotelzimmer sind der Fantasie hier keine Grenzen gesetzt. Wird das Projekt konsequent umgesetzt, dann wird es schlussendlich ein Gewinn für Mensch und Fledermaus sein.

m.tanzler@bvz.at