Erstellt am 20. Januar 2016, 10:03

von Michaela Grabner

Mobilität, die sich rentiert. Michaela Grabner über ein gemeindeübergreifendes Verkehrskonzept.

Dass Mobilität im Mittelburgenland quasi gleichbedeutend ist mit einem Auto, ist ein Problem, zu dessen Lösung es schon viele Anläufe gegeben hat. Nun versuchen es die Gemeinden Lockenhaus, Pilgersdorf und Unterrabnitz-Schwendgraben mit einem Mikro-Öffentlichen-Verkehrssystem.

Tatsache ist, dass sich der öffentliche Verkehr im Bezirk im Wesentlichen auf den Bahnhof Deutschkreutz, die Pendlerbusse Richtung Wien und Eisenstadt sowie die Schülertransporte im Bezirk und zu höheren Schulen außerhalb beschränkt, wobei letzteres oft „Privat-Zubringer“ erfordert. Tatsache ist aber auch, dass die Schaffung eines attraktiven öffentlichen Verkehrs aufgrund der Strukturen nicht wirtschaftlich ist.

Es hat keinen Sinn alle zwei Stunden einen Bus aus einem kleinen Ort in den Bezirksvorort zu schicken, wenn nur ein oder kein Fahrgast drinnen sitzt. Auf der anderen Seite wird keiner öffentlich fahren, wenn er für die gleiche Strecke drei Mal länger als im Auto braucht, weil der Bus überall hält. Lockenhaus, Pilgersdorf und Unterrabnitz setzen hier den Hebel an und versuchen Mobilität bedarfsorientiert und möglichst wirtschaftlich umzusetzen, was sich für die Bürger rentieren wird.