Erstellt am 24. November 2010, 07:10

Nur einer/eine kann gewinnen. MICHAELA TANZLER über eine Personalentscheidung in Oberpullendorf.

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Das Gesetz erlaubt beides, auch wenn damit nicht augenscheinlich gleiches Recht für alle herrscht. Die Rede ist von der anstehenden Personalentscheidung im Oberpullendorfer Rathaus, wegen der die SPÖ aus dem Gemeinderat ausgezogen ist. Bürgermeister Geißler hatte eine Mitarbeiterin für sechs Monate aufgenommen, der Stadtrat dies verlängert und nun muss der Gemeinderat über eine weitere Anstellung entscheiden. Eine Vorgehensweise, die laut Gemeindeordnung ebenso legitim ist wie die Ausschreibung des Postens, die von der SPÖ gefordert wird. Die pocht auf gleiche Chancen für alle auf einen Job im Rathaus, während die ÖVP die gewählte Vorgangsweise damit argumentiert, dass man so sieht, ob sich ein Mitarbeiter bewährt. Insgeheim fürchtet man vielleicht auch, mehr Leute zu verärgern, wenn im Zuge einer Ausschreibung die momentane Mitarbeiterin das Rennen machen würde, weil dann ein abgekartetes Spiel vermutet werden könnte. Im Endeffekt sind Personalentscheidungen aus Sicht des Gemeinderates immer eine „undankbare“ Aufgabe, weil man damit nur eine Person zufriedenstellt, aber sehr viele andere enttäuscht bzw. verärgert.

KOMMENTAR

m.tanzler@bvz.at