Erstellt am 05. September 2012, 00:00

Richtiges Rezept statt bittere Pille. MICHAELA GRABNER über eine Forderung der Ärzteschaft.

Eine bittere Pille aus Sicht der Ärzte im Bezirk, hat diese auf den Plan gerufen. Man befürchtet, dass nach der Pensionierung von Primarius Hofbauer das chirurgische Primariat im Spital nicht mehr nachbesetzt und stattdessen eine Verbundlösung – ein Primar für mehrere Häuser – angestrebt wird. In einer Petition an den Landeshauptmann forderten sie daher die Erhaltung des Primariats. Verbundlösungen werden derzeit schon bei Gynäkologie und Interne gelebt. Zumindest was den 2010 gestarteten Interne-Verbund betrifft, kommen die Bezirksärztevertreter zur Diagnose, dem Projekt keine positive Bewertung aussprechen zu können. Die Reaktionen der Patienten nach Spitalsaufenthalten seien ernüchternd. Ganz anders das Attest von Gesundheitslandesrat Rezar. Demnach haben sich Verbundlösungen bewährt und wesentlich zur Kostendämpfung beigetragen. Das richtige Rezept für die Zukunft des chirurgischen Primariats gehört gefunden. Denn man muss kein Arzt zu sein, um festzustellen, dass wenn es zwischen Ärzten und Spital krankt, die Gesundheitsversorgung leiden könnte.

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