Erstellt am 28. September 2011, 00:00

Schrittweise einschreiten. MICHAELA GRABNER über Maßnahmen gegen Gewalt.

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Dass die Gewaltbereitschaft zunimmt, ist ein allgemeines gesellschaftliches Phänomen. In Oberpullendorf ist man sich dessen durch einen aktuellen Anlassfall besonderes bewusst, vor allem weil die Angehörigen des Opfers auf die Situation aufmerksam machen. Oberpullendorf zählt wohl im österreichweiten Städtevergleich zu den sicheren Pflastern. Dennoch ist das Thema Gewalt auch hier ein ernstzunehmendes und es sollte mehr als bedenklich stimmen, wenn Leute sich ins Nachtleben stürzen und dafür nicht nur das Handy, sondern auch ein Messer oder einen Schlagring einstecken, wenn Auseinandersetzungen immer öfter mit Fäusten geregelt werden und immer wieder über 20-Jährige, also eigentlich schon Erwachsene, in Raufereien involviert sind. Eine Lösung, die Gewalt ein für alle Mal aus der Stadt verbannt, wird es nie geben, denn sonst hätte diese schon Schule gemacht. Allerdings darf dies auch nicht Ausrede dafür sein, nichts zu tun. Im Gegenteil: Auch viele kleine Schritte von vielen verschiedenen Seiten, können ein großes Stück dem Ziel näher bringen, Gewalt so weit als möglich einzudämmen.

KOMMENTAR

m.grabner@bvz.at