Erstellt am 01. Dezember 2010, 00:00

Schülerzahlen auf Talfahrt   . MICHAELA TANZLER zur Debatte über Schulzusammenlegungen.

 |  NOEN
x  |  NOEN

Schule und Kindergarten sind Teil der Seele eines Ortes. Vor allem in kleinen Ortsteilen, wo es sonst kaum öffentliche Infrastruktur gibt. Das hat sich am Beispiel der Gemeinde Großwarasdorf einmal mehr bestätigt. Dort wurden Überlegungen angestellt, die Volksschulen bzw. Kindergärten in jeweils einem Ortsteil der Gemeinde zu vereinen. Heftiger Widerstand aus den Reihen der Pädagogen und Eltern ließ das Projekt aber sterben, bevor es überhaupt richtig geboren wurde.

Verständlich, dass man sich dieses Stück Kultur, dieses Stück Dorfleben erhalten will - man denke nur an Schul- und Kindergartenfeste und jene Veranstaltungen, die die Kinder mitgestalten. Verständlich auch, dass die Eltern nicht darauf erpicht sind, dass ihre Kinder schon in jüngsten Jahren zu Kindergarten- bzw- Schulbus-Pendlern werden oder sie diese mit einem (nicht vorhandenen Zweit-) Auto in den Nachbarort führen müssen.

Aus ökonomischer Sicht wäre es sicher sinnvoller gewesen, drei Klassen unter einem Dach als an drei Standorten zu haben. Und angesichts sinkender Schülerzahlen wird es wohl die knallharte Rechnung sein, die irgendwann einen Strich durch die Schulen macht. So wie es schon bei vielen anderen Schulen im Bezirk der Fall gewesen ist.

KOMMENTAR

m.tanzler@bvz.at