Erstellt am 04. November 2015, 05:02

von Michaela Grabner

Sich selbst ein Ei gelegt?. Gemeinderäte sind dazu da, zu entscheiden. Dass dies nicht immer leicht fällt, hat man deutlich im Fall der beantragten Umwidmung der Firma Schlögl Ei gesehen, die im Anschluss an ihren bestehenden Betrieb vom Oberpullendorfer Gemeinderat Grund in Betriebsgebiet umwidmen lassen wollte.

Gemeinderäte sind dazu da, zu entscheiden. Dass dies nicht immer leicht fällt, hat man deutlich im Fall der beantragten Umwidmung der Firma Schlögl Ei gesehen, die im Anschluss an ihren bestehenden Betrieb vom Oberpullendorfer Gemeinderat Grund in Betriebsgebiet umwidmen lassen wollte.
 


Anrainerproteste waren die Folge, weil diese eine Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität vor allem durch Lärm und Geruch befürchteten. Die doch deutliche Ablehnung des Antrags von 14:6 in einer geheimen Abstimmung ist aus Unternehmersicht ein negatives Signal. Denn es ist verständlich, dass sich ein Unternehmer Unterstützung der Politik erhofft, der Arbeitsplätze schafft und die von 80 landwirtschaftlichen Betrieben der Region als Abnehmer sichert, der Kommunalsteuer zahlt und weiter investiert. Es ist aber genauso verständlich, dass die Anrainer ihre Lebensqualität erhalten wollen und sich dabei die Unterstützung der von ihnen gewählten Volksvertreter erwarten, nicht zuletzt weil ein Großteil des Betriebs auf Stoober Hotter steht. Egal, wie die Entscheidung ausgefallen wäre: Es wäre nicht gegangen, ohne dass man sich auf gewisse Weise selbst ein Ei legt.