Erstellt am 22. April 2015, 07:00

von Philipp Heisz

Der notwendige Trend „Eigenbau“. Philipp Heisz über eine aktuelle Problematik im Amateurfußball.

Die bekannten Debatten in Verbindung mit der Gebietskrankenkasse bereiten so manchem Verein Probleme. Ein Fußballer darf im Amateurbereich die magische Grenze von 540 Euro an Aufwandsentschädigung pro Monat nicht überschreiten, um sozialversicherungsfrei zu bleiben – also was tun? Es gibt etliche Vereine mit zu vielen auswärtigen Spielern, die nur selten in dieses Gehaltsschema fallen. Deshalb haben sich schon einige Vereine, speziell auch in der 2.Liga Mitte, für einen anderen Weg entschlossen.

Der SV Rohrbach ist schon seit Mitte der Hinrunde ohne Legionär aktiv. Vor zwei Wochen spielte die Elf von Christoph Stifter sogar von Beginn an mit acht Rohrbachern, zwei Mattersburgern und einem Sigleßer. Auch andere Vereine wie Lockenhaus, Lackenbach, Draßmarkt und Oberpullendorf setzen vermehrt auf heimische Fußballer. Kein Nachteil. Mehr Eigenbauspieler bringen mehr heimische Zuseher, was wiederum zu wirtschaftlichen Vorteilen führt. Es besteht außerdem kaum die Gefahr, in eine Schuldenfalle zu geraten.

Gute Gründe für diesen „Heim-Trend“, der über kurz oder lang zum Alltag werden muss, weil es für viele Vereine finanziell keine andere Möglichkeit geben wird. Fazit: Jene Klubs, die sich zu diesem Schritt rasch entschließen, werden im Normalfall davon auch längerfristig profitieren.