Erstellt am 01. April 2015, 08:03

von Michael Heger

Nicht die feine Art, aber rechtlich o.k.. Michael Heger über einen möglichen Aufstieg in die Bundesliga trotz Insolvenz.

Derzeit läuft das Lizenzierungsverfahren der Bundesliga. Am 30. April wird dann in erster Instanz veröffentlicht, welche Klubs grünes Licht für die neue Saison erhalten. Dass der Anfang der Saison insolvente SC Ritzing (mittlerweile läuft die Sanierung – ein positiver Abschluss des Insolvenzverfahrens war die Grundvoraussetzung) ansuchen konnte, zieht in Fußball-Österreich nicht nur positive Reaktionen nach sich. So stellte Thomas Hollerer, ÖFB-Direktor für Recht und Administration, in einem Online-Artikel eines Internetmediums sinngemäß klar, dass ein möglicher Aufstieg des SC Ritzing trotz Insolvenzverfahrens eigentlich eine Lücke in den Statuten des ÖFB darstelle und dadurch „alle ordentlich wirtschaftenden Vereine benachteiligt würden“.

So oder so: Im Falle des SC Ritzing hat Obmann Harald Reißner in dieser Causa nichts mehr zu befürchten. Die Insolvenz war für den Verein die einzige Möglichkeit, sich auf raschem Wege zu entschulden, um aus wirtschaftlicher Sicht 2014/2015 überhaupt eine Chance auf den Aufstieg zu haben. Vielleicht nicht die feine englische Art, aber rein rechtlich gedeckt. Trotzdem gilt es nun, auf dem Weg zu einem möglichen Bundesliga-Dasein keine weiteren Angriffsflächen mehr zu bieten. Denn auch eine entsprechend positive Außenwirkung macht langfristig Sinn.