Erstellt am 18. März 2015, 08:27

von Jochen Schütz

Typische Derbys braucht der Sport. Jochen Schütz über Derbys und ihre eigenen Gesetze – auch beim Kegeln.

Der Superliga-Lokalschlager zwischen Ritzing und Kleinwarasdorf fiel wie viele solcher Spiele in die Kategorie „Jedes Derby hat seine eigenen Gesetze“. Vor der Partie hätten wohl nur wenige auch nur einen Euro auf die Gastgeber gesetzt. Die Heimischen rund um Alexander Jaskulski präsentierten sich jedoch als sehr zäher Gegner und ließen bis zum Ende der Begegnung nicht locker, sodass die beiden letzten Duelle das Spiel entscheiden mussten.

Mehr noch. Die Entscheidung über den Sieg sollte bis zu den letzten Würfen hinausgezögert werden. Ritzings Kapitän Walter Roisz hatte jedoch nicht die besten Nerven und brauchte vier Würfe, um eine Bahn völlig abzuräumen. Diese Kegel waren es schlussendlich, die das Derby (Kleinwarasdorf gewann um neun Kegel) entschieden. Zum Glück ist der Ligaerhalt schon geschafft, sonst wäre das wohl eine der bittersten Pleiten in der Vereinsgeschichte geworden.

Eines steht jedenfalls fest: Dieses Spiel kann aufgrund der Dramatik als typisches Derby bezeichnet werden. Nur gut, dass sich Fans, Akteure und Funktionäre aufgrund des geschafften Ritzinger Klassenerhalts auch im nächsten Jahr auf diesen Schlager freuen dürfen. Denn Begegnungen wie diese, in denen der Underdog den klaren Favoriten voll fordert, beleben den Kegelsport einfach.