Erstellt am 01. Juli 2015, 08:42

von Dietmar Heger

Verstand siegte über das Herz. Didi Heger über den Aufstiegsverzicht der Kobersdorfer.

Nun ist es amtlich! Die 2. Liga Mitte wird in der kommenden Saison mit 15 Vereinen gespielt, weil nach dem Klassenerhalt der Deutschkreutzer am grünen Tisch keiner der beiden aufstiegsberechtigten Klubs der 1. Klasse Mitte eine Klasse höher spielen will.

Viele fragen sich jetzt natürlich, warum die Kaisersdorfer und Kobersdorfer ein Jahr lang auf den Meistertitel losgehen und dann verzichten, wenn Fortuna ein paar Glücksengerl schickt und man trotz des verpassten Titels aufsteigen darf. Die Antwort ist schnell gefunden. Die Zeit spielte nämlich gegen die Zweiten und Dritten der 1. Klasse Mitte. Denn für den Aufstieg hätten beide Vereine ihre Mannschaften noch deutlich verstärken müssen, um in der 2. Liga Mitte reüssieren zu können.

Das zeigte nicht zuletzt das Beispiel der Aufsteiger aus dem Vorjahr. Dazu fehlte für einen Klub, der nicht im Geld schwimmt, zum Zeitpunkt der Verkündung des Aufstiegsrechts einfach die Zeit. Im Amateurfußball werden die Spielerpositionen – vor allem was inländische Akteure betrifft – schon in der Endphase der Meisterschaft bezogen. Als die Kaisersdorfer und Kobersdorfer von ihrem Glück erfuhren, war es demnach für gezielte Verstärkung schon zu spät. Die Funktionäre wollten kein finanzielles Risiko eingehen, was ihr gutes Recht ist: Der Verstand besiegte das Herz.