Erstellt am 07. August 2013, 00:00

Teller und/ oder Tank. Michaela Grabner über die Erschließung alternativer Energien. Stroh zu Gold spinnen funktioniert nur im Märchen, aus Stroh Strom zu machen, ist aber durchaus schon Realität – seit neuestem auch in Pilgersdorf.

Stroh zu Gold spinnen funktioniert nur im Märchen, aus Stroh Strom zu machen, ist aber durchaus schon Realität – seit neuestem auch in Pilgersdorf. Dort wurde eine Biogasanlage eröffnet, wo aus Stroh, Gras, Getreide, Gülle, etc. Strom produziert wird. Kritiker verteufeln Biogas und Biosprit als Vernichtung wertvoller Lebensmittel.

Die eigentliche Frage scheint aber nicht Teller oder Tank zu sein, sondern vielmehr, wie man es schafft beides zu bedienen, den Teller und den Tank. Oberste Priorität der Landwirtschaft muss natürlich die Produktion qualitativ hochwertiger Lebensmittel sein.

Allerdings führt kein Weg daran vorbei, dass Alternativen zu fossilen Energieträgern gefunden werden müssen, um den stetig wachsenden Energiebedarf auch in Zukunft decken zu können und gleichzeitig den Raubbau an Umwelt und Klima hintanzuhalten. Es kommt wie so oft im Leben auf die richtige Mischung an. Und wenn dadurch als positiver Nebeneffekt Wertschöpfung in der Region bleibt und neue Arbeitsplätze geschaffen werden, dann ist Stroh zwar nicht gleich Goldes, aber immerhin Geldes Wert.