Erstellt am 09. Mai 2012, 07:40

Teuer oder unbezahlbar?. MICHAELA GRABNER über die Freiwilligen Feuerwehren.

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Drei Millionen Euro sind ein großer Batzen Geld. Jemand, der 1.500 Euro im Monat verdient, müsste 167 Jahre arbeiten gehen, um diesen Betrag zu verdienen. Sogar ein bisschen mehr als diese Summe ist in das neue Feuerwehrhaus in Oberpullendorf geflossen. Die Feuerwehrleute verdienen sich diese Investitionen aber im doppelten Sinn. Denn einerseits bringen sie selbst durch diverse Veranstaltungen Geld für nötige Infrastruktur auf. Andererseits ist moderne Ausrüstung das Mindeste, was sie sich für den Schutz ihres eigenen Lebens erwarten können, wenn sie sich freiwillig in Gefahr begeben, um andere zu schützen. Es ist ganz selbstverständlich, dass die Feuerwehr zu Bränden oder Unfällen kommt. Aber die Feuerwehrleute sind auch Mütter, Ehemänner, Eltern und ArbeitnehmerInnen. Sie haben genauso Verpflichtungen und müssen sich die Zeit für Einsätze und Ausbildungen abzweigen. Im Burgenland gibt es pro Tag rund 18 Einsätze egal ob Werktag oder Sonntag, egal ob Tag oder Nacht. Und die Mitglieder der Feuerwehr verrechnen dafür keine Gebühren, auch keine Nachtdienst- oder Feiertagszulage. Die Ausstattung der Feuerwehren ist zweifelsohne teuer, aber ihre Arbeit – wäre sie nicht freiwillig – wäre unbezahlbar.

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m.grabner@bvz.at