Erstellt am 28. Mai 2014, 08:46

von Michaela Grabner

Teuer zu stehen kommen. Michaela Grabner über die oft kostspieligen Folgen von „Müllsünden“.

Das alte Fahrrad, der ausgediente Öltank, der nicht mehr ganz richtig funktionierende Fernsehapparat – alles wird einfach vor die Türe gestellt, denn, so leider immer noch eine weit verbreitete Meinung, „die Ungarn werden das schon mitnehmen“. Zuviel Erdmaterial nach Bauarbeiten – kippen wir das doch Mal irgendwo neben einen Feldweg, ist ja bloß Erde.

Was – manchmal vielleicht auch aus Unwissenheit – einfach unbedacht gemacht wird, ist nicht nur moralisch bedenklich, sondern auch illegal. Denn es gibt klare gesetzliche Regelungen für die Deponierung von Erdaushubmaterial. Ebenso gibt es klare gesetzliche Rahmenbedingungen, die „Mülltourismus“ verbieten. Und das mit guten Grund. Denn vieles von dem, was im ersten Moment mitgenommen wird, landet wieder im Straßengraben.

Wiewohl dieser auch von Menschen aus der Region anscheinend gerne als Müllkippe genutzt wird. Der Mist muss dann entsorgt werden und bezahlen müssen das alle, ebenso wie Bodenanalysen bei illegalen Schuttablagerungen. Müllsünden kommen oft teuer zu stehen – allerdings leider nur selten denen, denen es gebühren würde.